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Ein kurzer Abriss der Geschichte der Britisch-Kurzhaar-Katze

Verschiedenen Quellen nach geht die Britische-Kurzhaar-Katze wohl auf Katzen zurück, die die Römer vor ca. 2000 Jahren in Großbritannien einführten um Mäuse auf Bauernhöfen und in Lagerhäusern zu bekämpfen. Als die römischen Soldaten wieder von der Insel vertrieben wurden, blieben ihre Katzen jedoch dort. Sie konnten sich aufgrund der Lage ohne den Einfluss anderer Katzenrassen vermehren und paarten sich vermutlich auch mit den heimischen Wildkatzen.

So entwickelte sich die Rasse sich selbst überlassen zur britischen Variation der Bauernhofkatze weiter: kräftige Körper mit wasserabweisendem Fell, sanftmütige Charaktere und gute Mäusejäger.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann man, die Katzen gezielt im Hinblick auf Farbe und Typ zu züchten. Die Idee, aus den englischen Haus- & Straßenkatzen eine einheitliche Rasse zu formen, wird einem Mr. Weir aus Großbritannien zugesprochen. Auch ein Mr. Jung, der später als Ausstellungsrichter der Britisch-Kurzhaar-Katzen agierte, fand, dass diese Katzen bei einer planvoll durchgeführten Zucht, zu einer Rasse mit aristokratischen Stammbäumen werden würde, was sie sehr beliebt machen würde.

Unter dem Namen „Brite“ wurde die Britische Kurzhaar Katze erstmalig auf einer Londoner Ausstellung vorgeführt und stieß auf großen Anklang beim Publikum. So war es keine Überraschung, dass eine blaugetigerte BKH (die übrigens Mr. Weir selbst gehörte) als Siegerin aus der Ausstellung hervor ging.

Im Laufe der Jahre war die Popularität der British Kurzhaar vielen Schwankungen unterworfen, auch, da die Perserkatze immer beliebter wurde. In der Zeit nach den Weltkriegen war der Bestand stark zurück gegangen. Daher versuchten die Züchter die Rasse durch Kreuzung mit anderen Rassen wieder zu stärken. Bevorzugt wurden hierfür die Kartäuserkatze aus Frankreich, sowie die ebenfalls sehr beliebte Perserkatze, die den Typ stärken sollte und die Farbvariationen vervielfachte. Die Britisch-Kurzhaar- Katzen bekamen einen massiven, kurzen und gedrungenen Körperbau und sind daher nicht mit der echten Kartäuserkatze, der Chatreux, zu verwechseln (auch wenn die blaue Britisch-Kurzhaar-Katze im Volksmund gerne als solche bezeichnet wird), da ihr Körperbau optisch eher einer naturbelassenen Hauskatze entspricht.

Heute aber gehören die Britisch-Kurzhaar-Katzen zum oberen Drittel der Beliebtheitsskala – vor allem die als Kartäuser bekannte blaue Variante steht ganz oben.